Es grünt so grün, wenn Verpackungsmessen blüh’n…

Neben den klassischen Messeständen lockte die FachPack mit einem attraktiven Rahmenprogramm mit zahlreichen Fachvorträgen und Sonderpräsentationen zu den aktuell in der Branche diskutierten Toptrends Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung.

Recyclingfähigkeit war an jedem Messestand das Top- Thema oder zumindest eines davon, so dass wir von Einzelbeispielen absehen wollen. Übergreifend lassen sich jedoch zwei Entwicklungsrichtungen identifizieren: recyclinggerechte Kunststoffverpackungen und Kunststoffalternativen (z. B. faserbasiert) warten auf ihren Einsatz und werden intensiv getestet.

Ergänzt wurde dies durch zahlreiche interessante Fachvorträge wie „Circular Packaging – Design and Environmental Assessment Model“, des FH Campus Wien, oder „Wie funktioniert die Sortierung von Verpackungen aus dem Gelben Sack? Do’s und Dont’s beim recyclingfreundlichen Verpackungsdesign“ des Entsorgungsfachbetriebes Interseroh. Damit wird das Kompetenzprofil des Verpackungsexperten um die Zukunftsfacette Recycling-Experte ergänzt.
Das Trendthema Digitalisierung wird durch die Firma Labelprint24 aufgegriffen und gelebt. Eindrucksvoll wird „die schnellste Faltschachtel der Welt – von der Bestellung bis zur Auslieferung läuft die Herstellung komplett digital“ umworben. Digitale Bedruckung und Stanzen bieten einen hohen Grad an Individualisierung und Personalisierung und dies beginnend ab Losgröße 1. Bei der „digiBOX“ handelt es sich um eine 100-prozentige Web-to-Pack-Lösung zur digitalen Produktion individuell bedruckter und veredelter Faltschachteln.

Die „digiBOX“ wird auf labelprint24.com online kalkuliert und über den Druck, den Lackauftrag, bis hin zum Stanzen, Falzen und Kleben komplett digital, automatisiert und vernetzt hergestellt.

Deutlich spürbar war auf der Messe auch, dass der boomende E-Commerce weiter als Treiber fungiert.

In diesem Kontext findet sich die eine oder andere Box-on-Demand Lösung auf den Messeständen. Oftmals sind Versandverpackungen zu groß dimensioniert. Genau diese nicht optimierten Verpackungen verursachen entlang der gesamten Logistikkette hohe Kosten-einhergehend mit unnötigen CO2 -Emissionen. Eine Studie von DS Smith belegt, dass allein der Raum in Containern, die von Asien aus verschifft werden, nur zu höchstens 75 % genutzt werden. Es bestünde die Möglichkeit, durch Vollbefüllung bzw. zumindest durch optimierte Befüllung, rund 61 Millionen verschiffte Container aus Asien einzusparen. Und genau hier setzten Box-on-Demand Lösungen verschiedener Anbieter an.

 

  1. Ansprechpartner: » Astrid Coenen

 

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