FRUIT LOGISTICA 2017

Im Februar traf sich die Fruchthandelsbranche zur 25. Fruit Logistica. Über 75.000 Besucher trafen sich zum Austausch in Berlin. Wir haben uns umgeschaut, welche Themen die Branche bewegen und welchen Einfluss aktuelle Bedürfnisse auf die Verpackung haben.

Im Bereich Obst und Gemüse hält der BioTrend weiterhin an. Konsumenten haben mehr Bewusstsein und Interesse daran woher ihre Produkte kommen und stellen neben qualitativen auch zunehmend ethische Ansprüche. Neben dem fairen Anbau sind auch die sogenannten Superfoods in den Trendlisten nach oben gerückt. Es geht bei manchen Obst- und Gemüsesorten also längst nicht mehr nur um Geschmack, sondern auch um eine regelrecht heilende Wirkung.

Was die Verpackung betrifft, so wächst auch hier das Bio-Verständnis. Der Einsatz von Biokunststoffen oder das gelaserte Label sind Beispiele, wie diesem Bedürfnis entgegengewirkt wird.

Ein interessantes Spannungsfeld ergibt sich hier aber, wenn man beachtet, dass die Verpackung im Obst- und Gemüsesektor doch starke Zuwachsraten hat: Alleine in 2015 ist die Kategorie der Convenience Produkte aus Gemüse laut IRI-Angaben um 5,1 % gewachsen. Das Segment Salatschalen hat mit 6,4 % am stärksten zugelegt.

Der Sektor Obst und Gemüse ist, was die Verpackung betrifft, ein sehr spannender bzw. spannungsgeladener Bereich. Wir kennen die Bilder der geschälten und wieder eingeschweißten Banane oder der geschälten, abgepackten Orange.

Nicht nur Konsumenten fragen sich an dieser Stelle wie viel Verpackung es eigentlich sein muss, bzw. wann dem ConvenienceBedürfnis auch Grenzen gesetzt werden.

Solch provokante Verpackungen haben wir auf der Fruit Logistica zwar nicht entdeckt, doch der Anteil von verpacktem Obst und Gemüse steigt seit Jahren. So hatten Kunststoffverpackungen für Pilze von 2010 bis 2014 einen gewichtsbezogenen Zuwachs von 47 % (Quelle: NABU/GVM)

Neben dem Convenience-Bedürfnis sind vor allem der Produktschutz und die Haltbarkeit in den Vordergrund gerückt. Einer der Gründe liegt in der Vermeidung von Abfällen. Insbesondere empfindliche Obstsorten wie z. B. Blaubeeren werden hier vermehrt in Schalen und Trays abgepackt. Auch aktive Verpackungen, die den optimalen Austausch von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid ermöglichen, um das Produkt so lange wie möglich frisch zu halten, finden ihre Wege in die Supermarktregale. Neben Convenience und Produktschutz geht es aber vor allem auch um eine Premiumplatzierung am POS. Der Konsument soll wissen, dass er unversehrte Produkte von höchster Qualität kauft.

Ansprechpartner: »Helena von Staden

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