Service- und Prozessinnovationen machen den Unterschied – auch bei der Herstellung von Kleinauflagen

Herstellung von Kleinauflagen

Nicht jede Produktverpackung wird millionenfach benötigt. Nicht nur im Bereich Kosmetik oder Pharmazie sind oft deutlich kleinere Verpackungs-Stückzahlen gefragt. Produziert und abgepackt werden diese kleineren Aufträge jedoch meist mit Maschinen, die für hohe Volumina entwickelt und optimiert wurden. Im Ergebnis wird oft überproduziert. Der im Vorhinein kalkulierte und akzeptierte Ausschuss übersteigt die letztlich ausgelieferte Ware. Das ist pure Verschwendung, ökonomisch ein Trauerfall und ökologisch eine Sünde. Aber es geht auch anders. Die Digitalisierung gibt uns die nötigen Tools. Service- und Prozessinnovationen ermöglichen Antworten auf Probleme, die uns schon lange beschäftigen. Wir stellen Ihnen einen konkreten Fall vor, bei dem die Herstellung von Faltschachtel-Kleinauflagen über Prozessautomatisierung und Transportoptimierung revolutioniert wurde.

Im Zuge der Nachhaltigkeitsdiskussion gerät der generelle Verpackungsaufwand zunehmend in den Fokus. Übersehen wird bei den oft auch kleinteiligen Diskussionen um die zusätzliche Banderole oder Einzelverpackung, in welchem Ausmaß Packmittel bereits direkt nach der Produktion vernichtet werden – und zwar kalkuliert und eingeplant. Die Verschwendung erreicht bis zu 30 Prozent der produzierten Verpackungen. Gerade bei bei Folien oder Faltschachteln ist das Problem teilweise massiv.

Die Gründe liegen in den nicht auf kleinere Auflagen ausgelegten Prozesse und Maschinen. Das Unternehmen PackEx zeigt, wie man das über Prozessautomatisierung und eine Optimierung des Transports ändern kann.

Durch Automatisierung bei der Faltschachtelherstellung gelingt es, den Einsatz des Ausgangsmaterials um bis zu 87 Prozent zu reduzieren. Das führt nach Angabe von PackEx zu einer CO2-Einsparung von knapp 1.400 Tonnen pro Jahr.

Teil des Automatisierungspakets sind unter anderem

  • ein virtuelles Lager, auf das der Kunde direkt Zugriff hat
  • die Reduktion von Verschnitt
  • Anlaufmakulatur
  • Lackeinsparung durch die Sammlung von Druckaufträgen auf dem gleichen Druckbogen
  • der Einsatz eines digitalisierten Workflow-Lasers
  • die optimale Ausnutzung des Transportvolumens durch maßgeschneiderte Verpackungen und
  • die Einbindung eines Paketdienstes.

Der automatisierte und digital vernetzte Auftragsverarbeitungs- und Produktionsprozess ermöglicht im Ergebnis, dass Kleinauflagen mit deutlich reduziertem Ressourceneinsatz hergestellt werden können. Die neue Lösung macht ökonomisch glücklich und ist ökologisch ein Fortschritt.

Das Beispiel zeigt anschaulich und überzeugend, wie Unternehmen mit digitalen Service- und Prozessinnovationen den Unterschied machen können. Die Digitalisierung gibt uns die Möglichkeit, Probleme anzugehen und zu lösen, die uns schon lange beschäftigen. Wer diese Chance beim Schopf ergreift, gehört zu den Gewinnern der Digitalisierung.

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    Matthias Giebel

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