Covid19 ist das dritte Nachhaltigkeits-C. Der Maschinenbau ist gefordert – und reagiert.

Covid19_Das dritte Nachhaltigkeits-C
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Nachhaltigkeit ist eines der großen Game-Changer-Themen unserer Zeit. Im Zentrum der Nachhaltigkeitsbestrebungen steht der Aspekt der Kreislaufwirtschaft. Seit einiger Zeit gewinnt zunehmend auch der Klima-Aspekt an Bedeutung. Als drittes C neben Circular Economy und Climate wird nun auch Covid19 zum Nachhaltigkeits-Thema. Nicht nur Umwelt und Produkte sind in diesem Sinne schützenswert, sondern auch der Mensch. Der Maschinenbau ist hier als zentraler und schneller Umsetzungspartner gefordert. Und tatsächlich stellen sich einzelne Unternehmen bereits erfolgreich den veränderten Herausforderungen und nutzen die neuen Chancen.

 

Mit dem europäischen Green Deal hat die EU ihren Fahrplan für eine nachhaltige Wirtschaft festgelegt. Um Klimawandel und Umweltzerstörung als existenzielle Bedrohungen für Europa und die Welt zu stoppen, soll im Rahmen einer neuen Wachstumsstrategie der Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft gelingen.

Die Initiativen und Regulierungen der politischen Entscheidungsträger schlagen dabei sowohl auf europäischer Ebene als auch auf nationaler Ebene zwei Pflöcke als tragende Säulen ein: Circular Economy und Climate.

Die globale Pandemie sorgt nun für ein weiteres Nachhaltigkeits-C. Covid19 macht nach dem Umwelt- und Produktschutz den Schutz des Menschen zu einer tragenden Säule von Nachhaltigkeit.

Corona führt dabei zu Milliardeninvestitionen in der Pharma- und Medizintechnik-Industrie. Das gilt nicht nur für die Wirkstoffentwicklung, sondern parallel und notwendigerweise auch für den Aufbau von Produktions- und Verpackungskapazitäten. So hat AstraZeneca, um nur ein Beispiel zu nennen, mit der Europäischen Kommission eine Vereinbarung für die Lieferung von bis zu 400 Millionen Dosen des Impfstoffs AZD1222 abgeschlossen.

Für den Aufbau der notwendigen Verpackungskapazitäten ist der Maschinenbau als schneller Umsetzungspartner gefordert. Erste deutsche Unternehmen wie beispielsweise Zahoransky konnten sich hier schon attraktive Aufträge im zweistelligen Millionenbereich sichern.

Einzelne Maschinenbauer stellen ihr „Corona-Maschinen-Portfolio“ dabei sehr deutlich und breit auf ihren Webseiten und in ihrer Kommunikation dar. Sie reagieren damit auf die wachsende Zahl an suchenden Kunden, die neue Lösungen für ihre neuen Anforderungen suchen – und das besser heute als morgen.

Doch die neuen Chancen und Herausforderungen gehen über das reine Verpackungs-Kerngeschäft hinaus. Die Unternehmen entwickeln und produzieren Schutzmasken- und Schilde, mobiles Krankenhausmobiliar, Spuk- und Tröpfchenbarrieren oder integrieren Viruzidlösungen in ihre Packstoffe und Packmittel.

Covid19 wird als drittes Nachhaltigkeits-C weiter an Bedeutung gewinnen. Für die Unternehmen der Verpackungsindustrie bietet sich hier die Chance, Gesundheit und den Schutz des Menschen zu einem lohnenden Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie zu machen.

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    Matthias Giebel

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