EcoVadis 2026: Erkenntnisse aus der Praxis

Image source: unsplash – Marten Newhall

Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien bleiben wichtige Themen für die Verpackungsindustrie. Der Druck kommt längst nicht mehr nur aus der Regulierung. Auch Kunden, Banken und Investoren erwarten belastbare Informationen – und fordern dafür wieder vermehrt ein EcoVadis-Assessment. Wir verraten Ihnen, warum gute Maßnahmen nicht automatisch zu einem guten Rating führen, wie eine gute Vorbereitung aussieht und mit welchen Nachweisen Sie den Unterschied machen.

 

EcoVadis bietet einen anerkannten Rahmen, um die eigene Nachhaltigkeitsleistung strukturiert zu bewerten und gegenüber Geschäftspartnern sichtbar zu machen. Bei BP Consultants haben wir umfangreiche Erfahrungen mit EcoVadis. Gerne teilen wir unsere wichtigsten Erkenntnisse auf diesem Weg mit Ihnen.

 

Den richtigen Bewertungsumfang wählen

Bereits vor dem ersten Assessment muss geklärt werden, ob die Unternehmensgruppe, eine einzelne Gesellschaft oder ein Standort bewertet wird. Davon hängt ab, welche Richtlinien, Zertifikate und Kennzahlen EcoVadis akzeptiert.

  • Für Unternehmen ohne Scorecard lohnt es sich, diese Frage frühzeitig zu klären.
  • Bei bereits bestehenden Ratings sollte der Bewertungsumfang insbesondere nach Zukäufen, Verkäufen oder organisatorischen Veränderungen erneut geprüft werden.

 

Berichterstattung wird wichtiger

EcoVadis bietet einen anerkannten Rahmen, um die eigene Nachhaltigkeitsleistung strukturiert zu bewerten und gegenüber Geschäftspartnern sichtbar zu machen. Bei BP Consultants haben wir umfangreiche Erfahrungen mit EcoVadis. Gerne teilen wir unsere wichtigsten Erkenntnisse auf diesem Weg mit Ihnen.

Für kleine und mittlere Unternehmen wird dabei der freiwillige VSME-Standard interessant. EcoVadis berücksichtigt seit 2026 Berichte, die sich an dessen Basic- oder Comprehensive- Module orientieren.

 

Dokumentation bleibt ein häufiger Schwachpunkt

Viele Unternehmen verspielen die maximal mögliche Punktzahl, weil sie zwar über valide Maßnahmen verfügen, diese aber nicht richtig nachweisen. Das ist beispielsweise der Fall, wenn entsprechende Dokumente veraltet sind, nicht für den bewerteten Unternehmensteil gelten oder die EcoVadis-Frage nicht eindeutig genug beantwortet wurde.

Gerade vor dem ersten Assessment empfiehlt es sich, vorhandene Dokumente systematisch zu sichten. Häufig bestehen bereits geeignete Prozesse und Nachweise, die nur richtig zugeordnet oder ergänzt werden müssen. Da pro Fragebogen nur eine begrenzte Zahl an Dokumenten eingereicht werden kann, ist eine gezielte Auswahl entscheidend.

 

Materialität wird konkreter

EcoVadis führt 2026 den Pilotansatz zur individuellen Bewertung ausgewählter Umweltthemen fort. Unternehmen bestimmter Branchen können begründen, warum Themen wie Wasser, Luftemissionen oder das Produktlebensende für ihre Tätigkeit nicht wesentlich sind. Voraussetzung ist eine nachvollziehbare Materialitätsanalyse, die mit den übrigen Unternehmensinformationen übereinstimmt.

Ein besseres Rating ergibt sich daraus nicht automatisch; vielmehr soll die Bewertung stärker auf die tatsächlich relevanten Nachhaltigkeitsthemen ausgerichtet werden.

 

Medaillen werden anspruchsvoller

Aktuelle Richtwerte zeigen steigende Anforderungen: Für Silber waren Anfang 2026 etwa 72 Punkte erforderlich, für Gold rund 78 Punkte. Im Mai 2026 lag der beobachtete Goldwert bereits bei etwa 80 Punkten. Die Werte dienen nur zur Orientierung und garantieren keine Medaille.

Damit ist die Medaille ein bewegliches Ziel.

  • Unternehmen mit Scorecard müssen ihre Nachhaltigkeitsleistung kontinuierlich weiterentwickeln.
  • Neueinsteiger sollten das Assessment als Chance verstehen, ihre bestehenden Strukturen zu prüfen und gezielt auszubauen.

Was Unternehmen jetzt tun sollten

  • Unternehmen vor dem ersten Assessment sollten prüfen, welche Prozesse, Richtlinien und Kennzahlen bereits vorhanden sind. Darauf aufbauend lassen sich fehlende Nachweise ergänzen und Verantwortlichkeiten festlegen.
  • Bei einer bestehenden Scorecard empfiehlt es sich, zuerst formale Fehler zu korrigieren. Danach folgen Maßnahmen mit hoher Wirkung und überschaubarem Aufwand. Strategische Themen wie Klimamanagement, Nachhaltigkeitsberichterstattung oder Lieferkettenprozesse können in eine längerfristige Roadmap einfließen, je nachdem welches Ziel das Unternehmen verfolgt.

Unser Angebot

BP Consultants unterstützt Unternehmen der Verpackungsindustrie sowohl beim erstmaligen EcoVadis-Assessment als auch bei der Verbesserung oder Stabilisierung eines bestehenden Ratings.

  • Für Neueinsteiger strukturieren wir die Vorbereitung, prüfen vorhandene Nachweise und begleiten das Assessment.
  • Unternehmen mit Scorecard unterstützen wir mit einer kompakten Gap-Analyse und einer nach Wirkung und Aufwand priorisierten Roadmap.

So wissen Sie, wo Sie stehen und welche Maßnahmen für Ihr EcoVadis-Rating relevant sind.
Sprechen Sie uns gerne an!


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    Ihr Ansprechpartner

    Jenny Walther-Thoß

    walther-thoss@bp-consultants.de