Trinken nicht vergessen! PepsiCos Smart Bottle sagt rechtzeitig Bescheid

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PepsiCo hat für seine amerikanische Sportgetränkemarke Gatorade eine neue Smart-Flasche auf den Markt gebracht. Der „intelligente“ Verschluss der Flasche zeigt Sporttreibenden in Kombination mit einer App und einem Schweißpflaster für Echtzeitmessung an, wann es Zeit ist, zu Trinken. Die neue Smart Bottle ist ein spannendes Beispiel für Digitalisierung und dem Internet of Packaging (IoP). Ein Bereich, der Zukunft hat, obwohl ihn unsere Industrie aufgrund der vielen operativen und akuten Themen etwas aus den Augen verloren hat. Dabei vereint er echten Mehrwert für Marken und Verbraucher. Wichtig ist allerdings, dass man IoP-Konzepte konsequent zu Ende denkt. Im Mittelpunkt stehen die drei C: Content, CTA und Context.

 

PepsiCos Gatorade Smart Gx Flasche ist seit Oktober 2022 für 69,99 USD auf Gatorade.com erhältlich. Das Set beinhaltet die Flasche, ein Viererpack Gx-Pods (Geschmackskonzentrat zum Mischen mit Wasser) und zwei Gx-Schweißpflaster. Nach Aussage von Gatorade ist die Flasche die weltweit erste „intelligente“ Squeeze-Flasche und die einzige Smart Bottle mit einem aktiv aufleuchtenden Verschluss.

 

Der intelligente Verschluss

Der smarte Verschluss verfügt über eine Reihe von Sensoren, die neben dem täglichen Fortschritt des Nutzers auch den Füllstand der Flasche verfolgen. Die Ergebnisse werden durch eine Reihe kleiner LEDs im oberen Teil der Kappe angezeigt.  Verbraucher erfahren auf diese Weise nicht nur, wann es Zeit ist, etwas zu trinken. Sie erhalten zudem Informationen, wann die Flasche nachgefüllt werden muss.

 

Die App

Aktuell ist die Gatorade Gx App nur für Apples iOS verfügbar. Beworben wird sie vom Unternehmen als personalisierte Ernährungs- und Trainings-Plattform. Zum Start der Nutzung müssen Nutzer ihre Smart Bottle mit der App synchronisieren.

In der Folge können sie über die App verfolgen, wie viel Flüssigkeit sie täglich zu sich genommen haben. Laut Gatorade können Nutzer zudem alle wichtigen Gesundheitsdaten und Analyseergebnisse in der Gx-App einsehen.

 

Personalisierung

Da der Flüssigkeitsbedarf je nach Aktivität und Konstitution von Verbraucher zu Verbraucher unterschiedlich ist, bietet das Gx-Paket eine Personalisierung in Form von individualisierten Ratschlägen zur Flüssigkeitszufuhr.

Zur Bestimmung der benötigen Menge und der richtigen Zeitpunkte sammelt das Schweißpflaster Daten. Das Ergebnis der Datenanalyse wird über die App beziehungsweise den Smarten Verschluss der Flasche an den Konsumenten vermittelt. Die App gibt darüber hinaus grundsätzliche Ratschläge zu Bedarf und Zufuhr von Flüssigkeit.

 

Energieversorgung

Die Smart Gx Bottle verfügt über einen eingebauten Akku, der mittels USB aufgeladen werden kann. Nach Unternehmensangaben hält eine volle Ladung rund drei bis fünf Tage.

 

Der IoP-Anbieter

Entwicklungspartner von PepsiCo ist das israelische Unternehmen impacX. Die 2015 gegründete „Internet of Packaging company” wirbt damit, Marken für Wasser, Vitaminen, Nahrungsergänzung und Konsumgütern über ihre IoP-Plattform eine vernetzte Erfahrung zu ermöglichen.

 

Schattendasein

Digitalisierung und Internet of Packaging sind ein äußerst spannender Bereich. Leider hat ihn unsere Industrie aufgrund der vielen operativen und akuten Themen etwas aus den Augen verloren. Die Dominanz von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sowie die multiplen Herausforderungen durch Corona und Ukrainekrieg mit ihren massiven Folgen zeichnen dafür verantwortlich.

 

Hallo Zukunft

Aber aufgeschoben sollte nicht aufgehoben sein. Denn Digitalisierung und IoP bieten viel Potential. Hier entsteht ein echter Mehrwert für Marken (Berechtigung) und Verbraucher (Bedürfniserfüllung).

Um das Potential zu heben, müssen IoP-Konzepte allerdings zu Ende gedacht werden. Im Zentrum stehen dabei die 3 C:

  • Content: Das Angebot muss einen echten Mehrwert bieten.
  • CTA: Der Call to Action muss funktionieren und die Aktivierung sicherstellen.
  • Context: Das Angebot muss im richtigen Kontext stehen. Ansonsten legt man seine wertvollen Samen in unfruchtbaren Boden.


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    Thomas Reiner

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