Food-Industrie: Mit den Kleinen wachsen.

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Kleine Marken im Bereich Lebensmittel wachsen bis zu 4-mal mehr als die Top-Brands und Private Labels. Insgesamt ist das Wachstum bei den Marken, die nicht zu den Top 60 gehören, am größten. Sie sind anpassungsfähiger, schneller, zielgerichteter, kommunikativer und effizienter. Dazu nutzen Sie Partnerschafts-Ökosysteme. Unsere Empfehlung für die Verpackungsbranche lautet deshalb: Konzentriert euch nicht nur auf die Großen, sondern hebt die Potenziale bei den Kleinen.

 

Im Lebensmitteleinzelhandel sind Marken, die nicht zu den Top 60 gehören, die Wachstums-Champions. Ihr Wachstum (CAGR) übertrifft das der Top 10 im Zeitraum 2015-2019 um bis zu 4-mal. Auch beim Marktanteil stehen die Kleinen vor den Top 10, den Top 11-30 und den Top 30-60. Die Ursachen sind vielfältig. Die Schlussfolgerung für die Verpackungsindustrie eindeutig: Hier wächst ein bedeutender Markt, auf den man sich (auch) konzentrieren sollte. Er stellt schon jetzt einen großen Teil des Kuchens dar, verfügt über das stärkste Wachstum und zahlt darüber hinaus auch noch meist besser, als die Großabnehmer.

Wachstumszahlen

Global Data untersuchte für die Zahlen den Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland unter Einbeziehung alkoholischer und nichtalkoholischer Getränke.

Die Ursachen für das Wachstum der Kleinen

  • Konsumenten und Handel setzen stark auf die Aspekte „Regionalität“ und „Nachhaltigkeit“. Hier können viele der Kleinen punkten.
  • Kleinere Marken passen sich schneller an veränderte Bedürfnisse der Verbraucher an. Die globalen Lieferketten der Großen sind darauf angelegt, große Mengen an.
  • Produkten herzustellen und zu bewegen. Das macht sie im Vergleich dazu unflexibel.
  • Kleinere Marken machen zwar weniger Werbung, sind dafür aber deutlich zielgerichteter in ihrer Kommunikation. Anstelle relativ breit streuender TV-Werbung bevorzugen die Seiten im Internet, auf denen sich ihre Kunden aufhalten.
  • Die F&E-Prozesse der Top Brands sind auf den Massenbedarf ausgelegt. Das macht sie im Vergleich umständlicher und langsamer. Kleine Marken dagegen beziehen in Echtzeit direkte Einblicke und konkretes Feedback ihrer Nischen-Kaufgruppe. Das ist ein großer Vorteil.
  • Kleinere Unternehmen nutzen Social Media und das Engagement der Verbraucher vor Ort sehr wirkungsvoll.
  • Kleinere Marken haben schlanke, funktionsübergreifende Organisationen und
  • sie bauen ein Ökosystem von Partnerschaften auf, zu dem auch Co-Hersteller gehören können. Dieses Ökosystem gibt ihnen viel Flexibilität und große Freiheiten, um sich dem Markt schnell anzupassen.

Mit den Kleinen wachsen
Es spricht viel dafür, mit den Kleinen zu wachsen. Sie wachsen am schnellsten, verfügen schon jetzt abgesehen von den Private Label über den größten Marktanteil und sind bereit, für guten Service im Vergleich mehr Geld zu bezahlen, als die Großen.

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