Nichts mehr wie zuvor: Die Folgen von Corona auf das Kaufverhalten

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Corona-Pandemie und Lockdown zeigen gravierende Folgen auf das Kaufverhalten und Kaufentscheidungen. Dabei haben sich Trends verstärkt, die schon früh erkennbar waren. Besonders an Gewicht gewonnen haben Attribute wie Regionalität, Nachhaltigkeit, Vertrauen, Sicherheit, Hygiene und Gesundheitsbewusstsein. Schwindende Markentreue und wachsende Onlinekäufe sind weitere, dominierende Faktoren. Für Unternehmen entsteht durch die Umwälzungen akuter Handlungsbedarf in Bezug auf Design und Funktionalität ihrer Verpackungen.

 

Die Corona-Pandemie und diverse Lockdowns verändern nicht nur das Mindset der Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie führen auch zu massiven Veränderungen bei Kaufentscheidungen und Kaufverhalten. Eine Umkehr ist nicht zu erwarten. Im Gegenteil verstärken sich die herrschenden Trends.

Für die Unternehmen der Branche führen die Umwälzungen zu akutem Handlungsbedarf. Das gilt insbesondere für die Aspekte des Designs und der Funktionalitäten von Verpackungen.

 

Die Veränderungen im Detail

Der Bericht “Coronavirus Consumer Survey Insights: Identifying regional differences” von GlobalData von November 2020 gibt wertvolle Einblicke in die Veränderungen des Kaufverhaltens in Zeiten der Pandemie.

 

REGIONAL UND NACHHALTIG

Verbraucher kaufen in Corona-Zeiten generell bewusster, regionaler und nachhaltiger. Der Trend hin zu lokal produzierter Ware mit lokal bezogenen Zutaten lässt sich weltweit verfolgen.

 

VERTRAUEN

Vertrauen ist speziell für europäische Konsumenten von großer Bedeutung. Die Kaufentscheidung wird stark davon beeinfluss, wie vertraut oder vertrauenserweckend ein Produkt ist. Auf globaler Ebene genießen Produkte aus Europa ein besonders großes Vertrauen.

 

GESUNDHEIT UND HYGIENE

Wenig überraschend ist das gestiegene Gesundheitsbewusstsein ein starker Treiber bei den Kaufentscheidungen. Schon vorher im Trend hat sich diese Entwicklung weiter verstärkt. Besonders deutlich zeigt sich das in den USA und Lateinamerika, in etwas abgeschwächter Form aber auch in Europa. Besonders Konsumenten in den Schwellenländern legen ihr Hauptaugenmerk auf sicher und hygienisch verpackte Produkte.

 

MARKENLOYALITÄT

Die Markenloyalität hat unter den Konsumenten während der Pandemie gelitten. Unsicherheit über die Versorgungsmöglichkeiten angesichts drohender Lockdowns hat zu leergekauften Regalen geführt. Konsumenten waren dadurch gezwungen, auch bislang nicht gekauften, alternativen Marken eine Chance zu geben.

 

ONLINE-SHOPPING

Der E-Commerce konnte während der Pandemie global deutlich zulegen. Das gilt auch für den Bereich der Lebensmittel, wo sich die europäischen Konsumenten im Vergleich zu Asien vergleichsweise zurückhaltend zeigten.

Mit Blick auf das Segment der Lebensmittel dominierte im Onlinehandel europaweit der Verkauf alkoholischer Getränke. In Asien und Lateinamerika lag der Schwerpunkt des Wachstums dagegen bei Household Care und Personal Care.

 

Learning für die Branche

Kaufentscheidungen während der Corona-Pandemie sind bei abnehmender Markenloyalität geprägt von den Attributen Regionalität, Nachhaltigkeit, Vertrauen, Sicherheit, Hygiene und Gesundheitsbewusstsein. Entsprechende Produkte werden immer stärker nachgefragt.

Gerade der grundsätzlich und dynamisch wachsende Markt des Onlinehandels verlang nach spezifischen, robusten und versandfähigen E-Commerce-Lösungen.

Trotz der weltweiten Zunahme des Onlinehandels, sind Unternehmen gut beraten, das Online-Shopping-Verhalten der Konsumenten in den einzelnen Regionen und Märkten aufmerksam zu verfolgen, vor allem um Marktbedürfnisse besser zu erkennen und bei Veränderungen schnell reagieren zu können.

Ohne Frage entsteht durch die Umwälzungen im Kaufverhalten ein starker Handlungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf das Verpackungsdesign und Verpackungsfunktionalitäten (z.B. robuster, versandgeeigneter, hygienischer…).

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